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Die Lebensentscheidung

Die Lebensentscheidung

Novelle | »Das ist große und klare Prosa – ohne Allüren, souverän erzählt, mit einem wunderbaren Rhythmus« FAZ | Robert Menasse

Hardcover
2026 Suhrkamp
Auflage: 3. Auflage
158 Seiten; 20.8 cm x 13.2 cm
ISBN: 978-3-518-43274-7

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Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine »Lebensentscheidung« und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89. Geburtstag in Wien besucht, verschweigt er ihr jedoch seinen vorgezogenen Ruhestand. Und auch das Gespräch mit Nathalie, mit der er seit vier Jahren in Brüssel eine Beziehung führt, über die gemeinsame Zukunft misslingt. Dann treten wiederkehrende Schmerzen auf, die sich nicht länger ignorieren lassen. Der Befund: Krebs, unrealistisch, dass er noch ein Jahr lebt. Und mit einem Mal geht es allein darum, seine Mutter darüber zu täuschen, ihr den Schmerz zu ersparen, ihren Sohn sterben zu sehen:


»Überleben konnte für ihn nur heißen, seine Mutter zu überleben. Vor ihr, bis zu ihrem Tod, seine Krankheit zu verheimlichen. Es ging jetzt um einen Überlebenswettkampf. Das war jetzt die Lebensentscheidung.«





Kann man über sein Leben entscheiden? Nicht über das Ende, sondern mit Willenskraft über das Weiterleben, länger, als erwartbar wäre? Mit existentieller Wucht und dennoch leichtfüßig erzählt Robert Menasse in
Die Lebensentscheidung
von einem Wettlauf mit dem Tod. Leben und Sterben, Liebe und Familie, darum geht es in dieser raffiniert-kunstfertigen Novelle.





Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den »Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre – zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie – an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.




Berliner Zeitung
»Robert Menasse hält die europäische Idee auf literarische Weise
wach, so gibt sie wenigstens noch
brillanten Erzählstoff her.«


Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Das ist große und
klare Prosa – ohne Allüren, souverän
erzählt, mit einem wunderbaren
Rhythmus, ohne Längen oder gewollte
Ambivalenzen.«


DIE ZEIT

»[
Die Lebensentscheidung
] ist ein radikales Buch, gerade weil es im Ton lässig gehalten ist und das beschriebene Szenario ohne Exzentrik, Abenteuer oder sonstige dramaturgische Volten auskommt. ... [G]roße Literatur.«


DIE WELT

»Die Schulden mögen noch so erdrückend, eine Erkrankung noch so fatal, das Leben noch so verkorkst sein – den Eltern, in Sonderheit der Mutter zuzumuten, den Leichnam des eigenen Sohnes in Empfang zu nehmen, ist vielleicht das größte intergenerationale Tabu ... Robert Menasse nun konfrontiert die Hauptfigur seiner neuen Novelle
Die Lebensentscheidung
mit diesem Gedankengang. Dass und wie er es tut, zeugt von einer schriftstellerischen und intellektuellen Größe ...«


Frankfurter Rundschau

»Für alle, die verstehen wollen, wie persönliche Schicksale und große Politik miteinander verwoben sind, und die einen tieferen Einblick in die Herausforderungen des europäischen Projekts gewinnen möchten, ist
Die Lebensentscheidung
eine unverzichtbare Lektüre.«


NZZ am Sonntag
»Robert Menasse, der grosse schreibende Europäer, hat sich mit dieser witzigen, sanften, tollkühnen Novelle selbst übertroffen.«


Neue Zürcher Zeitung

»Robert Menasse erzählt in
Die Lebensentscheidung
eine brillant verknappte Geschichte über Abschied und Tod, Familie und die EU.«


Bunte
»Das ist eine kluge, ebenso zarte wie gnadenlose Novelle über eine Lebensentscheidung, die man gar nicht treffen kann – die tritt sozusagen das Leben letztlich selbst.«


Republik
»Menasse treibt ein virtuoses Spiel mit der Gattung Novelle ...«


Philosophie Magazin

»[Menasses] soeben erschienene Novelle
Die Lebensentscheidung
zeigt auf engstem Raum die Qualitäten dieses genuinen Erzähler ...«


Darmstädter Echo
»Lebensnäher kann Literatur kaum sein.«


Lüdenscheider Nachrichten
»[Ein] kunstvoller, bei
aller Tragik eben nicht schwermütiger Text ... Menasse schuf Figuren,
die sich einprägen.«


Aachener Zeitung
»Täuschungen und halbherzige Bekenntnisse, Selbstgefälligkeiten und Statusstolz, Lebensangst und Lebenslust kommen da auf die Erzählbühne. Wie Menasse das macht, ist große Kunst.«


Gießener Anzeiger
»[E]ine restlos
großartige Lektüre ... Robert Menasse zeigt sich mit die
sem konzentrierten Buch auf
der Höhe seiner Schreibkunst.«


Nürnberger Zeitung
»Auf 158 existenziellen
Seiten verschwendet Menasse ... keinen Satz. Unbedingt lesen! «


bz Basel
»Rührend, grotesk– mit messerscharfer Sprache.«


BRF

»In der Novelle
Die Lebensentscheidung
erzählt Menasse kraftvoll, aber in humorvollem, teils sarkastischen Ton, über ein schweres Thema: das Altern, den Schmerz und den Tod.«



»Eine
kunstvoll gebaute Novelle darüber, wie europäische
Geschichte, Politik und familiäre Bindungen in einem
einzelnen Leben aufeinanderprallen.«


Die Presse

»
Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht
ist eine Summe des literarischen Inventars Josef Winklers, das noch einmal sprachgewaltig die Beharrlichkeit dieses singulären Werks verdeutlicht. Wäre es in der Literatur jemals um Bewertungen gegangen, hier müsste sie ›Summa cum laude‹ lauten.«


Kleine Zeitung
»Das Aufregende an diesem
Meisterstück einer Novelle ist, dass sie so unaufgeregt und mitunter sogar humorvoll die Reise ins Land der letzten Dinge antritt.«


Berliner Morgenpost
»Das muss man erstmal als Autor hinbekommen, politisches Statement und Liebesgeschichte wie selbstverständlich zusammenzubringen.«


SRF
»Man merkt, Robert Menasse hat ein feines Gespür für's Tragische wie für's Komische. ... Anregend.«


NDR
»Zwischen verschwiegenen Leiden, schwarzem Humor und stiller Zärtlichkeit: Robert Menasse beschreibt in seinem neuen Roman eine ungewöhnliche, kitschfreie Liebesgeschichte zwischen Mutter und Sohn.«


Augsburger Allgemeine Zeitung
»Robert Menasse erzählt in diesem kleinen Stück großer Literatur ohne Pathos, mit Empathie und auch mit trockenem, fein dosiertem Humor vom Sterben seines EU-Bürgers.«


lokalkompass.de
»Robert Menasse erzählt ... mit großer Empathie und einem Höchstmaß an menschlicher Wärme.«


Heilbronner Stimme
»[Menasse erzählt] mit feinem, oft trockenem Humor, mit liebevoll bösen Beobachtungen ...«


Die Furche
»Wie Robert Menasse dieses Versteckspiel zweier Menschen,
die einander so nahe stehen (und so ähnlich sind), beschreibt, das ist grandios und
trotz aller Tragik oft komisch.«


Tiroler Tageszeitung
»Robert Menasse ... bohrt sich mit markanten Sätzen direkt ins Herz der Leserinnen und Leser.«


Der Standard
»[Der Protagonist] will nicht vor seiner Mutter sterben. ... Ein ... Wettlauf, von Menasse mit
großer lakonischer Könnerschaft inszeniert ...«


Rheinische Post
»... selbst für
europamüde Leser [wäre es] ein Versäumnis, Menasses Novelle nicht zu lesen.«


SWR
»Falls eine EU-Norm für unter die Haut gehende Prosa in Planung sein sollte – bei dieser Novelle könnte sie Maß nehmen.«


Deutschlandfunk Kultur

»
Die Lebensentscheidung
ist eine tragikomische Abwicklung einstiger Hoffnungen. Die Gattungsentscheidung beweist ein weiteres Mal Menasses literarisches Händchen. In dieser an Altersromanen reichen Saison hat er schon jetzt den Vogel abgeschossen.«


Die Presse
»[Menasse] gelingt, was literarisch zum Schwierigsten überhaupt gehört: kluger Witz, der das Aussichtsloseste raffiniert einhüllt und einen herzhaft zum Lachen bringt.«


Oberösterreichische Nachrichten
»Die ebenso erhellende wie feinfühlige Schilderung der Mutter-Sohn-Beziehung gehört zum Besten, was Robert Menasse jemals geschrieben hat.«


Salzburger Nachrichten
»... mit Wendungen ..., die eine bestürzende Intensität haben.«


rbb

»Ich kann [
Die Lebensentscheidung
] nur auf's Allernachdrücklichste empfehlen, weil es diese Mischung hat aus Persönlichkeit, Emotionalität und politischer Kritik. Wie Menasse das zusammenführt in diesem ... präzisen, zielführenden Buch ist erzählerisch ganz groß.«


Falter
»... auf dem
engen Raum einer Novelle läuft er
als Erzähler zur Hochform auf.«


ORF

»Gewieft verknüpft
Die Lebensentscheidung
eine persönliche Tragödie mit der politischen Realität der EU – und erscheint in einem Moment, in dem Europa vor existenziellen Herausforderungen steht.«


Münchner Feuilleton

»
Die Lebensentscheidung
ist ein formvollendetes Stück Literatur ...«

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