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Ghost Stories
Ein Buch der Erinnerung | «Ein Ereignis» Adam Soboczynski, Das literarische Quartett. | Siri Hustvedt
Hardcover
2026 Rowohlt
Auflage: 6. Auflage
400 Seiten; 20.8 cm x 12.6 cm
ISBN: 978-3-498-00788-1
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Siri Hustvedt
wurde 1955 in Northfield, Minnesota, geboren. Sie studierte Literatur an der Columbia University und promovierte mit einer Arbeit über Charles Dickens. Bislang hat sie sieben Romane publiziert. Mit
Was ich liebte
hatte sie ihren internationalen Durchbruch. Zuletzt erschienen
Die gleißende Welt,
Damals
und
Ghost Stories, e
in Buch der Erinnerung an ihren verstorbenen Mann Paul Auster. Zugleich ist sie eine profilierte Essayistin. Bei Rowohlt liegen u. a. die Essaybände
Nicht hier, nicht dort
,
Leben, Eine Frau schaut auf Männer, die auf Frauen schaue
n
und
Mütter, Väter und Täter
vor.
Uli Aumüller übersetzt u. a. Siri Hustvedt, Jeffrey Eugenides, Jean Paul Sartre, Albert Camus und Milan Kundera. Für ihre Übersetzungen erhielt sie den Paul-Celan-Preis und den Jane Scatcherd-Preis.
Grete Osterwald
, geboren 1947, lebt als freie Übersetzerin aus dem Englischen und Französischen in Frankfurt am Main. Sie wurde für ihre Arbeit mehrmals ausgezeichnet, zuletzt 2017 mit dem Jane Scatcherd-Preis. Zu den von ihr übersetzten Autorinnen und Autoren zählen Siri Hustvedt, Alfred Jarry, Anka Muhlstein, Jacques Chessex sowie Nicole Krauss, Jeffrey Eugenides und Elliot Perlman.
Als er im Sterben lag, sagte Paul Auster seiner Frau, er wolle ein Geist werden. Und das ist er für Siri Hustvedt geworden: eine allzeit spürbare Präsenz, schmerzlich und tröstlich zugleich. Sie trägt seine Jacke, sie meint, seine Zigarillos im Haus zu riechen, sie liest seine Bücher von Neuem. Und zum ersten Mal seit langer Zeit liest sie ihre eigenen Liebesbriefe, vom Beginn einer gemeinsamen Geschichte, die 43 Jahre währen sollte.
Mit ihrem beispiellosen Trauer-, Gedächtnis- und Liebesbuch nähert sie sich dem unmöglichen Wunsch, Paul zu neuem Leben zu erwecken. Und Paul selbst kommt zu Wort, mit Briefen, die er für den Monate vor seinem Tod geborenen Enkel Miles hinterlassen hat.
In diesem großen Werk der Erinnerung werden Fragen aufgeworfen, die alle Menschen angehen; es lässt eine einzigartige Liebes- und Lebensgemeinschaft wiedererstehen, die des legendär gewordenen Autorenpaars aus Brooklyn.
Ein erschütterndes Buch, ein Meisterwerk - und das Monument einer unsterblichen Liebe.
Das Schreckliche und Hoffnungsvolle bleiben im Privaten wie Politischen, im Kleinen wie Großen untrennbar verbunden. Das macht „Ghost Stories“ zu einer berührenden Lektüre, die weit über die Geschichte von Siri und Paul hinausweist.
Ein ungestümes Buch, ein echtes Hustvedt-Buch .... Am schönsten ist das Buch freilich als Liebesroman, als Geschichte von Siri und Paul/Paul und Siri.
Eine berührende und, insofern Literatur überhaupt ein Trost sein kann, eine tröstende Lektüre.
Man kann es als einen ein letzten, bewegenden Vollzug jener Zwischenleiblichkeit begreifen, wie hier das Vermächtnis eines großen Autors und Menschen auf eine Weise gewürdigt wird, die nur einer ebenbürtigen Autorin zu Gebote steht. Schön und schmerzlich zugleich.
"Ghost Stories“ ist alles andere als Ratgeberliteratur. Dennoch kann es über die wunderschöne und im wahrsten Sinne todtraurige Geschichte von Siri Hustvedt und Paul Auster hinaus anderen Menschen einen Weg aufzeigen, mit den Geistern ihrer Toten umzugehen - auf welche Weise auch immer.
Siri Hustvedt ist nicht nur eine erfolgreiche Schriftstellerin, sondern gehört auch zu den großen öffentlichen Intellektuellen unserer Zeit.
Hustvedt weiß, dass dies ihre subjektive Perspektive ist. Aber es ist die, die die Welt
jetzt zu hören bekommt und die sie auch hören will. Weil sie Sehnsüchte stillt.
"Ghost Stories“, bestechend übersetzt von Grete Osterwald und Uli Aumüller, ist ein Auf und Ab der Gefühle einer trauernden und sich erinnernden Frau. Und so wird man auch als Leser zu Tränen gerührt, muss aber auch immer mal wieder lächeln.
Hier schreibt eine Denkerin, die Gefühle ernst nimmt, aber auch analytisch durchdringt.
Für „Ghost Stories“ lässt Hustvedt erstmals jeden schützenden Filter fallen.
Ein hinreißendes Trauerbuch
Ein herzzerreißend schöner Tribut an eine Liebesbeziehung unter gleichberechtigten Verbündeten, eine Liebe voll gegenseitiger Unterstützung und Respekt.
Das ist neben so vielem anderen, was dieses Buch so klug und ergreifend macht, vielleicht das Beste: Es schildert die sehr persönlichen Erlebnisse, Gefühle und Gedanken zweier Menschen und sagt dabei etwas über alle. Mit den Mitteln der Literatur und mit analytischer Energie.
Es ist ein tröstliches Buch. Es gibt aber etwas, das wie ein dunkler Schatten über allem liegt, was in diesem Buch steht.
'Ghost Stories' ist eine wahre Geschichte, die niemanden unberührt lässt.
Trotz düsterer Momente ist ihr Buch jedoch eine Feier des Lebens. Und Auster ihr Co-Autor.
Es ist das große literarische Verdienst von Siri Hustvedt, dass sich das Buch nicht
wie die Reminiszenzen einer Witwe liest, sondern wie das lebendige Erinnerungsbuch einer Frau, die im Schreiben wieder zu leben beginnt.
Ein Stück europäische Geschichte, atmosphärisch dicht und packend erzählt.
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